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kubeadm 1

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@@ -173,8 +173,9 @@ Diese Funktionsweisen und Charakteristiken werden im Firmeninternen Confluence-B
\section{Vorgehensweise} \section{Vorgehensweise}
Initial wurde Forschung über die Funktionsweise von Kubernetes unternommen, da weder meine Betreuer, noch ich Wissen in diesem Bereich hatten. Dabei fiel zuerst Augenmerk darauf, dass es im Gegensatz zu Docker oder Podman nicht \glqq{}ein\grqq{} Kubernetes gibt, sondern verschiedene Distributionen\cite{distroList}, ähnlich wie bei Linux. Da die Logikcontroller der psb direkt im Lager On-Premise laufen, lassen sich schnell viele der Cloud-basierten Lösungen wie AWS EKS, Azure AKS oder Google GKE wegfiltern. Übrig bleiben die On-Premise oder Edge-Computing Distributionen. Diese Unterscheiden sich auch ähnlich wie Linux-Distributionen weniger darin, welche Software laufen kann, sondern in dem Standardumfang und bestimmten Unique Selling Points, wie einem einfachen Installationsprozess oder hohem Compliance-Grad out-of-the-box. Kandidaten sind Rancher k3s, eine Edge-Compute-Distribution mit Fokus auf Hauptspeichereffizienz auf Kosten einiger High-Availability-Funktionen, welche mit einem Befehl installierbar ist\cite{distroK3s}, Rancher RKE2, einer Distribution mit Fokus auf hohen Sicherheitsstandards, Compliance und Enterprise-Support\cite{distroRKE2}, RedHat OpenShift, eine allumfassende Plattform mit Kubernetes im Kern welche GitOps, CI/CD Pipelines, Infrastrukturmanagement, Monitoring und Enterprise-Support umfässt\cite{distroOpenShift} und zuletzt OKD, die Communitygetriebene Version von OpenShift ohne Enterprise-Support\cite{distroOKD}. \subsection{Distribution}
Für das Evaluieren wurde entschlossen, eine möglichst Originalgetreue Distribution von Kubernetes zu benutzen, wodurch OpenShift und OKD mit ihren meinungsstarken Standardkonfigurationen wegfallen und die Entwicklungen von Rancher übrig blieben. Da k3s mit einfacher Installation überzeugt wurde es als initiale Technische Grundlage ausgewählt, besonders mit dem Hintergedanken, dass für den Kubernetes-Kern geschriebene Komponenten auf jeder Distribution lauffähig sind. Diese Portabilität soll später ebenfalls erlauben, weitaus Kundensystem-agnostischer zu arbeiten. Initial wurde Forschung über die Funktionsweise von Kubernetes unternommen, da weder meine Betreuer, noch ich Wissen in diesem Bereich hatten. Dabei fiel zuerst Augenmerk darauf, dass es im Gegensatz zu Docker oder Podman nicht \glqq{}ein\grqq{} Kubernetes gibt, sondern verschiedene Distributionen\cite{distroList}, ähnlich wie bei Linux. Da die Logikcontroller der psb direkt im Lager On-Premise laufen, lassen sich schnell viele der Cloud-basierten Lösungen wie AWS EKS, Azure AKS oder Google GKE wegfiltern. Übrig bleiben die On-Premise oder Edge-Computing Distributionen. Diese Unterscheiden sich auch ähnlich wie Linux-Distributionen weniger darin, welche Software laufen kann, sondern in dem Standardumfang und bestimmten Unique Selling Points, wie einem einfachen Installationsprozess oder hohem Compliance-Grad out-of-the-box. Kandidaten sind Rancher k3s, eine Edge-Compute-Distribution mit Fokus auf Hauptspeichereffizienz auf Kosten einiger High-Availability-Funktionen, welche mit einem Befehl installierbar ist\cite{distroK3s}, Rancher RKE2, einer Distribution mit Fokus auf hohen Sicherheitsstandards, Compliance und Enterprise-Support\cite{distroRKE2}, RedHat OpenShift, eine allumfassende Plattform mit Kubernetes im Kern welche GitOps, CI/CD Pipelines, Infrastrukturmanagement, Monitoring und Enterprise-Support umfässt\cite{distroOpenShift}, OKD, die Communitygetriebene Version von OpenShift ohne Enterprise-Support\cite{distroOKD} und zuletzt kubeadm\cite{distroKubeadm}, welches den minimalen Kern von Kubernetes deployt und den Rest der Konfiguration dem Nutzer überlasst.
Für das Evaluieren wurde entschlossen, eine möglichst Originalgetreue Distribution von Kubernetes zu benutzen, wodurch OpenShift und OKD mit ihren meinungsstarken Standardkonfigurationen wegfallen und die Entwicklungen von Rancher sowie kubeadm übrig blieben. Da k3s mit einfacher Installation, besonders im Gegensatz zu kubeadm, überzeugt, wurde es als initiale Technische Grundlage ausgewählt, besonders mit dem Hintergedanken, dass für den Kubernetes-Kern geschriebene Komponenten auf jeder Distribution lauffähig sind. Diese Portabilität soll später ebenfalls erlauben, weitaus Kundensystem-agnostischer zu arbeiten.
Nach der Wahl der Distribution folgte das Einarbeiten in Kubernetes. Dabei wurde mit den kompletten Grundlagen begonnen: wie bediene ich das Kommandozeilentool \texttt{kubectl}, was ist ein Pod, wie ist er definiert, wie binden Services sich an Pods, et cetera. Gleichzeitig wurde meiner ersten Aufgabe nachgegegangen, das Monitoring-Tool Graylog, welches selektron benutzt, um alle Logs der verschiedenen Services zusammenzuführen, auf Kubernetes zu portieren, um praktische Erfahrung zu sammeln. Währenddessen wurde ein Nachschlagewerk geschrieben und gepflegt, um diese Daten zusammengefasst an einer Stelle zu haben. Schnell wurde klar, das Kubernetes Komponenten manuell schreiben und verwalten möglich ist, jedoch Limitationen aufweist. Ein Kernnachteil ist, dass \texttt{kubectl apply} nur Komponenten hinzufügen, aber nicht löschen kann, und man somit nichtmehr definierte Komponenten selbst verwalten muss. Darauf folgt das benutzen von Helm als Paketmanager, welches Charts definiert. Charts sind Sammlungen an Komponentendefinitionsvorlagen, die mit einer Values-Datei zu vollwertigen Kubernetes-Komponentendefinitionen werden, um als konfigurierten Release auf das Cluster gespielt zu werden. Dies hat den Vorteil, dass Helm-Charts mit einem Befehl installiert, geupgraded und deinstalliert werden können und eine Versionierung zwischen den Releases existiert die Rollbacks ermöglicht. Glücklicherweise pflegen die Entwickler von Graylog ebenfalls solch einen Chart, wodurch ich von meiner spartanischen Erstimplementation auf eine allumfassend bessere Version wechseln konnte. Bei der Installation hatte ich gleichzeitig das erste mal Kontakt mit Operatoren, konkret dem vom Graylog-Helm-Chart genutzten MongoDB-Operator. Operatoren sind Kubernetes-Erweiterungen bestehend aus Custom-Resource-Definitions (kurz CRDs) und mindestens einem Pod, welcher Instanzen der definierten CRDs (Custom Resources, CRs) überwacht, und daraufhin das Cluster entsprechend bedient. Der MongoDB Operator überwacht z.B. das Cluster nach MongoDB-Komponenten, in welchen eine Datenbank definiert wird, und erstellt daraufhin dynamisch die Datenbank nach den Anforderungen. Falls die Komponente editiert oder gelöscht wird, wird die dadurch erstellte Datenbank dementsprechend editiert oder gelöscht. Somit Verwaltet der Operator den Lebenszyklus der angefragten Resource, und der anfragende Service muss sich nicht um die genaue Implementation, sondern nur den Finalzustand kümmern. Dieser Ansatz wird \glqq{}Infrastructure as Code\grqq{} genannt, da Infrastruktur (in diesem Fall Datenbanken) mithilfe von Code statt manueller Prozesse bereitgestellt wird, und somit Konsistenz, Auditierbarkeit, Transparenz und Skalierbarkeit gewährt. Nach der Wahl der Distribution folgte das Einarbeiten in Kubernetes. Dabei wurde mit den kompletten Grundlagen begonnen: wie bediene ich das Kommandozeilentool \texttt{kubectl}, was ist ein Pod, wie ist er definiert, wie binden Services sich an Pods, et cetera. Gleichzeitig wurde meiner ersten Aufgabe nachgegegangen, das Monitoring-Tool Graylog, welches selektron benutzt, um alle Logs der verschiedenen Services zusammenzuführen, auf Kubernetes zu portieren, um praktische Erfahrung zu sammeln. Währenddessen wurde ein Nachschlagewerk geschrieben und gepflegt, um diese Daten zusammengefasst an einer Stelle zu haben. Schnell wurde klar, das Kubernetes Komponenten manuell schreiben und verwalten möglich ist, jedoch Limitationen aufweist. Ein Kernnachteil ist, dass \texttt{kubectl apply} nur Komponenten hinzufügen, aber nicht löschen kann, und man somit nichtmehr definierte Komponenten selbst verwalten muss. Darauf folgt das benutzen von Helm als Paketmanager, welches Charts definiert. Charts sind Sammlungen an Komponentendefinitionsvorlagen, die mit einer Values-Datei zu vollwertigen Kubernetes-Komponentendefinitionen werden, um als konfigurierten Release auf das Cluster gespielt zu werden. Dies hat den Vorteil, dass Helm-Charts mit einem Befehl installiert, geupgraded und deinstalliert werden können und eine Versionierung zwischen den Releases existiert die Rollbacks ermöglicht. Glücklicherweise pflegen die Entwickler von Graylog ebenfalls solch einen Chart, wodurch ich von meiner spartanischen Erstimplementation auf eine allumfassend bessere Version wechseln konnte. Bei der Installation hatte ich gleichzeitig das erste mal Kontakt mit Operatoren, konkret dem vom Graylog-Helm-Chart genutzten MongoDB-Operator. Operatoren sind Kubernetes-Erweiterungen bestehend aus Custom-Resource-Definitions (kurz CRDs) und mindestens einem Pod, welcher Instanzen der definierten CRDs (Custom Resources, CRs) überwacht, und daraufhin das Cluster entsprechend bedient. Der MongoDB Operator überwacht z.B. das Cluster nach MongoDB-Komponenten, in welchen eine Datenbank definiert wird, und erstellt daraufhin dynamisch die Datenbank nach den Anforderungen. Falls die Komponente editiert oder gelöscht wird, wird die dadurch erstellte Datenbank dementsprechend editiert oder gelöscht. Somit Verwaltet der Operator den Lebenszyklus der angefragten Resource, und der anfragende Service muss sich nicht um die genaue Implementation, sondern nur den Finalzustand kümmern. Dieser Ansatz wird \glqq{}Infrastructure as Code\grqq{} genannt, da Infrastruktur (in diesem Fall Datenbanken) mithilfe von Code statt manueller Prozesse bereitgestellt wird, und somit Konsistenz, Auditierbarkeit, Transparenz und Skalierbarkeit gewährt.